Mehr als 40.000 Menschen werden in Brasilien jährlich durch
Schusswaffen getötet, fast alles Buben und junge Männer. Der bewaffnete
Konflikt zwischen den rivalisierenden Drogenkartellen hat die Mare
Favela in Rio de Janeiro zum Kriegsgebiet gemacht. Kinder und
Jugendliche, die dort aufwachsen, haben nie eine andere Realität
kennergelernt, sie sind als Drogenboten und Suchtopfer in diesem
Konflikt gefangen, erleben verheerende Armut Prostitution, Terror und
Ausweglosigkeit. Ein Weg aus diesem Teufelskreis ist fast aussichtslos.
Für diese Kinder ist das Fighting for Peace Projekt des Anthropologen
und Mittelgewicht Boxers Duke Dowdney wie ein kleines Wunder geworden.
Er leitet ein umfangreiches Box-und Sporttraining, dass den jungen
Männern eine Kompensationsmöglichkeit bietet, ihre zerstörerisch
angestauten Aggressionen . abzubauen. Darüber hinaus werden den
Strassenkinder durch mit dem Projekt kooperierenden Firmen Praktika
ausserhalb der Favela angeboten und durch soziale Aktivitäten werden
sie langsam an friedliches Zusammenleben gewöhnt. Sie lernen das erste
Mal Vertrauen zu anderen Menschen und sich selbst zu entwickeln. Seit
2003 ist das Projekt auch für Mädchen geöffnet, Sie lernen in
Gesundheitskursen Respekt vor ihrem Körper zu bekommen und durch Sport
und Spiel ihr kindliches Trauma zu überwinden. Dieses Projekt braucht
dringend finanzielle Unterstützung, Kaum eines der Kinder wird ohne
Hilfe eine Chance haben, aus der verheerenden Beeinflussung der
Kartelle herauszufinden.